04 / Unternehmen · Disaster Recovery & Backup

Sicherheitsnetz, das getestet ist.

Zwei Schichten parallel: Plattform-Backup auf Block-Ebene plus Plesk-Self-Service — repliziert zwischen Nürnberg und Düsseldorf.

Backup-Strategie ist bei uns kein Add-on und kein Nachgedanke. Sie ist Teil der Plattform — automatisch, in jedem Tarif, mit nachvollziehbarer Frequenz und ehrlich kommunizierter Wiederherstellungs-Zeit. Was wir versprechen, kannst du im Ernstfall einlösen. Welche Frequenz konkret zu deinem Setup passt, entscheidet sich über die SLA-Stufe deines Tarifs.

Frequenz
24 / 12 / 6 h
nach SLA-Stufe
Aufbewahrung
7–14 Tage
Standard, mehr auf Wunsch
Kapazität
1,2 PB
aktuell · wächst mit
RPO
≤ 24 h
≤ 6 h via SLA
01 · Überblick

Sechs Prinzipien, an denen wir uns messen lassen.

Backup ist kein Hexenwerk — wenn man es richtig macht. Wir machen es automatisch, transparent und in zwei voneinander unabhängigen Schichten, damit ein Fehler in der einen die andere nicht trifft.

Zwei Schichten parallel

Plattform-Backup auf Hypervisor-Ebene plus Plesk-Self-Service. Beide laufen unabhängig voneinander — Eingriffsfehler in der einen Schicht treffen die andere nicht.

Standard 24 h, eskalierbar

Plattform-Backup standardmäßig alle 24 Stunden. Engere Frequenzen — 12 h und 6 h — über die passende SLA-Stufe buchbar.

Mindestens 7–14 Tage

Plattform-Retention 7 Tage Standard, Plesk-Retention 14 Tage. Auf Wunsch deutlich länger — Compliance-bedingte Halte-Anforderungen setzen wir individuell um.

1,2 Petabyte Kapazität

Aktuelle Backup-Plattform mit 1,2 PB Brutto-Speicher. Wächst mit unseren Tarifen, ohne dass wir Kompromisse bei der Frequenz machen müssten.

Verschlüsselt übertragen

Replikation zwischen den Standorten läuft über verschlüsselte Tunnel. Keine Daten verlassen unsere Infrastruktur unverschlüsselt.

DSGVO-konform

Backup-Daten bleiben in Deutschland — Nürnberg und Düsseldorf. Verarbeitung dokumentiert, Auftragsverarbeitungs-Vertrag (AVV) Standard.

02 · Zwei Schichten

Plattform-Backup und Plesk parallel.

Zwei unabhängige Backup-Schichten laufen parallel. Die eine ist unser Disaster-Recovery-Anker auf Hypervisor-Ebene, die andere liegt in der Plesk-GUI für Self-Service-Restores. Wer auf das falsche Backup zugreift, bricht das andere nicht.

// Schicht 1

Plattform-Backup

Bit-genau auf Block- bzw. VM-Ebene über unseren Hypervisor-Backup-Stack. Repliziert zwischen Nürnberg und Düsseldorf, verschlüsselt übertragen. Kunden greifen nicht direkt darauf zu — das ist unser Disaster-Recovery-Anker für den Ernstfall.

  • Frequenz: 24 h Standard · 12 h und 6 h via SLA-Stufe
  • Retention: 7 Tage Standard, länger nach Vereinbarung
  • Restore: über uns, im Ticket oder über die Notfall-Hotline
// Schicht 2

Plesk-Backup

Pro Domain oder Account in der Plesk-GUI sicher- und wiederherstellbar. Schedule und Retention konfigurieren wir für dich vor — Restore machst du selbst, ohne Ticket. Für klassische „Ich habe gerade aus Versehen den falschen Ordner überschrieben"-Fälle die schnellere Lösung.

  • Frequenz: täglich, vorkonfiguriert
  • Retention: 14 Tage Standard auf Server & Cluster, 7 Tage auf Managed Hosting
  • Restore: Self-Service in der Plesk-GUI, kein Support-Ticket nötig

// Beide Schichten laufen unabhängig. Im Zweifel ziehen wir das Plattform-Backup — es ist konsistent auf Block-Ebene und für Disaster-Recovery die robustere Quelle.

// Wichtige Abgrenzung: Backup ist nicht Ceph

Hardware-Defekte — etwa ein ausgefallenes NVMe-Drive — heilt unsere Storage-Schicht selbst: unser NVMe-Ceph-Storage hält jeden Block dreifach redundant über mehrere Knoten. Da läuft kein Backup-Restore an, das passiert im Hintergrund automatisch. Das Backup ist für logische Schäden da: versehentlich gelöschte Daten, fehlgeschlagene Migrationen, kompromittierte Datenbanken, kaputte Plugin-Updates. Zwei Probleme, zwei Mechanismen.

03 · Plattform-Backup

Vier Schritte. Kein Eingriff von dir.

Das Plattform-Backup läuft ohne dein Zutun — auf Block-Ebene, ohne dein Live-System zu beeinträchtigen. Hier die Mechanik dahinter:

  1. 01

    Live-System läuft

    Dein Server arbeitet normal. Kein Performance-Impact durch Backup-Vorbereitung — Block-Level-Snapshots werden ohne Lock auf Datenbanken gezogen.

  2. 02

    Snapshot nach SLA-Frequenz

    Vollautomatisch alle 24 h, 12 h oder 6 h — abhängig von der gebuchten SLA-Stufe. Erstellung dauert wenige Minuten und ist transparent für deine Anwendung.

  3. 03

    Replikation ins zweite RZ

    Snapshot wird verschlüsselt zwischen Nürnberg und Düsseldorf übertragen — fertig, sobald die Replikation am Zweit-Standort bestätigt ist.

  4. 04

    Aufbewahrung & Rotation

    Mindestens 7 Tage werden vorgehalten. Je nach Vereinbarung gestaffelt — täglich, wöchentlich, monatlich. Rotation ist getestet, kein Backup-Black-Box.

// Welche Frequenz konkret greift, hängt von deiner SLA-Stufe ab — Details auf Managed Server und Managed Cluster.

04 · Plesk-Self-Service

Restore in zwei Klicks — ohne Ticket-Schleife.

Für die häufigsten Restore-Fälle — versehentlich gelöschte Datei, kaputtes Plugin-Update, falsch deployter Branch — brauchst du keinen Support. Plesk hat eigene Backups, die wir für dich vorkonfiguriert haben. Du gehst in die GUI und ziehst, was du brauchst.

Vorkonfiguriert

Schedule und Retention legen wir beim Setup fest — täglich, 14 Tage auf Server & Cluster, 7 Tage auf Hosting. Du musst nichts einrichten, nur nutzen.

Granular wiederherstellen

Komplette Domain, einzelne Datenbank, einzelne Datei oder Mailkonto — selektiv aus dem Backup zurückspielen, ohne den ganzen Account anzufassen.

Sofort verfügbar

Restore startest du selbst, wann es passt. Kein Wartelauf auf ein Support-Ticket, keine Geschäftszeiten-Limitierung.

05 · Sicherheit & Verfahren

Geprüft, nicht behauptet.

Backup ist eine Behauptung, bis es im Ernstfall funktioniert. Drei Verfahren stellen sicher, dass aus unserem Backup-Versprechen ein tatsächlich wiederherstellbares System wird — nicht erst, wenn es drauf ankommt.

Restore-Drills regelmäßig

Wir testen quartalsweise stichprobenartig, ob aus dem Plattform-Backup ein lauffähiges System wird — auf einer isolierten Test-Umgebung, mit vollem Hochfahren und Erreichbarkeitsprüfung. Backup ohne Test ist Hoffnung, kein Verfahren.

Immutable gegen Ransomware

Plattform-Backups sind append-only — auch mit Root-Zugriff auf einer kompromittierten VM lassen sie sich nicht aus dem Backup-System löschen oder verschlüsseln. Der Hypervisor-Stack hält die Snapshots in einem getrennten Trust-Layer.

DB-konsistent statt nur block-konsistent

Vor jedem Snapshot laufen Pre-Hooks: MariaDB- und PostgreSQL-Instanzen werden in einen konsistenten Zustand versetzt (FLUSH TABLES WITH READ LOCK bzw. pg_start_backup). So sind die Backups beim Restore sofort startfähig — ohne Repair, ohne InnoDB-Recovery.

06 · RTO & RPO

Was du im Ernstfall verlieren kannst.

Zwei Kennzahlen entscheiden über die Qualität einer Backup-Strategie — RPO (wie viel Daten verlierst du maximal?) und RTO (wie lange dauert die Wiederherstellung?). Wir nennen beide ehrlich.

// RPO · Recovery Point Objective

≤ 24 / 12 / 6 h

Maximaler Datenverlust im Ernstfall. Hängt direkt an der Plattform-Backup-Frequenz: Standard 24 h, mit der passenden SLA-Stufe 12 h oder 6 h. Im Schnitt liegt der tatsächliche Verlust deutlich darunter.

// engere Frequenzen via SLA-Stufe — siehe Tarif
// RTO · Recovery Time Objective

Minuten bis Stunden

Wie lange die Wiederherstellung dauert, hängt vom Schaden ab. Einzeldatei-Restore in Minuten, kompletter Server in 30 min – 4 h je nach Datenvolumen. Aktive Cluster mit DC-Failover schalten in Sekunden um.

// Cluster mit Aktiv-Aktiv-HA: < 3 s Failover
// Restore-Dauer nach Datenvolumen
Datenvolumen Erwartete Dauer Typischer Anwendungsfall
10 GB ~ 5 min z. B. einzelne Domain, kleine WordPress-Installation
100 GB ~ 30 min typischer Magento- oder Shopware-Mid-Size-Shop
500 GB ~ 90 min größere E-Commerce-Plattform mit Asset-Bibliothek
1 TB ~ 3 h Cluster-Knoten, große Pimcore-Instanz
5 TB+ individuell großvolumige Workloads — wir planen den Restore-Pfad gemeinsam

// Werte sind Erwartungswerte aus realen Restore-Vorgängen, abhängig von Backup-Storage-Auslastung und Datenstruktur. Für aktive Cluster-Tarife mit DC-Failover entfällt der Restore — die Übernahme dauert Sekunden.

07 · Ernstfall

Wenn es passiert — was dann?

Backup-Strategie ist nur so gut wie ihre tatsächliche Wiederherstellung. Hier ist, wie wir im Ernstfall vorgehen — und warum wir es regelmäßig üben, nicht nur dokumentieren.

Vorfall melden

Über die 24/7-Notfall-Hotline 0800-RACKSPEED. Bei Datenverlust greifen wir sofort, ohne Ticket-Schleife.

Rückspielung beauftragen

Je nach Schaden: einzelne Datei, kompletter Server, oder Failover ins zweite RZ. Wir entscheiden gemeinsam, was die schnellste Lösung ist.

Wiederherstellung

Klassische Rücksicherung: typisch 30 Minuten bis wenige Stunden, abhängig von Datenvolumen. Cluster-Failover binnen Sekunden bei aktiven HA-Pfaden.

// Notfall-Hotline · 24 / 7
0800 RACKSPEED

Im Notfall: ein Anruf, ein Techniker am Telefon, kein Ticket-System dazwischen. Du erreichst uns rund um die Uhr.

08 · FAQ

Was Entscheider zu Backup & Recovery fragen.

Werden Datenbanken konsistent gesichert?
Ja. Vor jedem Plattform-Snapshot laufen Pre-Hooks, die MariaDB und PostgreSQL in einen konsistenten Zustand versetzen — bei MariaDB per FLUSH TABLES WITH READ LOCK, bei PostgreSQL über pg_start_backup bzw. den Replication-Slot. Der Snapshot wird erst nach Bestätigung gezogen, danach läuft die DB normal weiter. Beim Restore startet die Datenbank ohne Repair-Lauf.
Wie lange dauert ein Restore eines 500-GB-Servers?
Etwa 90 Minuten bis das System wieder erreichbar ist — abhängig von Auslastung des Backup-Storage und Datenstruktur. Eine konkrete Tabelle pro Datenvolumen findest du im Abschnitt RTO & RPO. Cluster mit aktivem DC-Failover schalten in Sekunden, ohne dass ein Restore überhaupt anläuft.
Was passiert bei Komplett-Ausfall eines Standorts?
Der zweite Standort übernimmt. Plattform-Backups liegen in beiden Rechenzentren, Cluster-Pfade sind aktiv. Bei Single-Server-Tarifen läuft das Restore aus dem Backup im verbleibenden Standort — RTO je nach Datenvolumen. Bei Managed Cluster mit Aktiv-Aktiv-HA kommt es zum Failover unter 3 Sekunden.
Kann ich zusätzlich extern sichern — auf eigenen S3 oder zu mir?
Ja, über unsere HandsOn-Services als kostenpflichtige Erweiterung. Wir richten eine zusätzliche Push-Replikation ein — auf S3-kompatiblen Storage (Wasabi, Backblaze, Eigeninfrastruktur) oder per rsync/borg/restic auf ein Ziel deiner Wahl. Frequenz und Retention legst du fest, wir betreiben die Pipeline.
Sind die Backups vor Ransomware oder Root-Übernahme geschützt?
Ja. Das Plattform-Backup ist append-only — Snapshots lassen sich vom Quell-System aus nicht löschen oder verschlüsseln, auch nicht mit Root-Zugriff. Der Hypervisor-Backup-Stack hält die Daten in einem getrennten Trust-Layer mit eigenem Auth-Pfad. Plesk-Backups liegen auf demselben System wie die Daten und sind kein Ransomware-Schutz — dafür ist die Plattform-Schicht da.
Wie oft testet rack::SPEED Restores tatsächlich?
Quartalsweise, stichprobenartig über alle Backup-Profile. Wir hochfahren ein Sample auf einer isolierten Test-Umgebung, prüfen Boot, Datenbankzugriff und Web-Erreichbarkeit, dokumentieren das Ergebnis. Auf Wunsch zeigen wir einem Kunden das Test-Protokoll im Audit-Termin.
Werden Mailkonten und Plesk-Konfiguration mitgesichert?
Ja. Das Plattform-Backup sichert die komplette VM inklusive Plesk-Konfig, Mail-Stores, DNS-Zonen und SSL-Zertifikate. Plesk-Backup zusätzlich pro Domain bzw. Account — auch hier sind Mailkonten enthalten, granular wiederherstellbar.
Wie lange können Backups maximal aufbewahrt werden?
Standard ist 7 Tage Plattform / 14 Tage Plesk. Compliance-bedingte Halte-Anforderungen — etwa 90 Tage, 6 Monate, 7 Jahre für GoBD — setzen wir individuell um, mit gestaffelter Rotation (täglich → wöchentlich → monatlich → jährlich). Speicherkosten werden separat ausgewiesen.

Frage nicht dabei? Sag Bescheid — wir nehmen sie auf, wenn sie für andere Kunden relevant ist.

// Geprüft & zertifiziert
Plesk Obsidian Professional PartnerAlmaLinux Ruby SponsorSoftware Hosted in GermanyAllianz für Cyber-Sicherheit · TeilnehmerService-Champion · Auszeichnung FAZ-Institut 2025